Ramadan
Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und gilt als der heiligste Monat im Islam. Für Muslim:innen weltweit ist er eine Zeit des Fastens, der Besinnung, des Gebets und der Gemeinschaft. Wir berichten darüber, was es mit dem Ramadan auf sich hat und befragen Schüler:innen, welche uns Auskunft darüber geben, was es bedeutet, Ramadan zu machen.
Ein Bericht von Naelle und Annabel, Tafers Tales
Wie lange dauert Ramadan?
Ramadan dauert 29 oder 30 Tage, je nachdem, wann die neue Mondsichel sichtbar ist. Da der islamische Kalender ein Mondkalender ist, verschiebt sich Ramadan jedes Jahr um etwa 10–11 Tage nach vorne im Vergleich zum Sonnenkalender.
Was macht man im Ramadan?
1. Fasten
Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang verzichten gläubige Muslime auf Essen, trinken, Rauchen und auf intime Beziehungen.
Das Fasten wird vor Sonnenaufgang mit dem Suhoor (Frühstück) begonnen und bei Sonnenuntergang mit dem Iftar (Fastenbrechen) beendet. Oft traditionell mit Datteln und Wasser.
2. Gebet und Koran
Im Ramadan wird besonders viel gebetet. Viele Muslim:innen lesen oder hören den gesamten Koran. Zusätzlich gibt es abendliche Gemeinschaftsgebete in der Moschee.
3. Wohltätigkeit
Ramadan ist auch eine Zeit der Nächstenliebe. Es wird besonders viel gespendet, um Bedürftige zu unterstützen.
4. Selbstreflexion und Disziplin
Neben dem Verzicht auf Essen geht es darum, schlechte Gewohnheiten abzulegen, Geduld zu üben und sich moralisch zu verbessern.
Warum fastet man?
Muslime fasten, weil es im Koran vorgeschrieben ist. Das Fasten soll Dankbarkeit fördern, Mitgefühl für arme Menschen, Selbstbeherrschung und die Beziehung zu Gott verstärken. Ramadan erinnert ausserdem daran, dass der Koran in diesem Monat erstmals offenbart wurde.
Das Ende des Ramadans
Nach dem letzten Fastentag folgt das Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr (auch „Zuckerfest“ genannt). Es beginnt mit einem gemeinsamen Gebet und wird mit Familie und Freunden gefeiert.
Interview mit Rida
Bericht von Denis, Tafers Tales
Am Freitag haben wir mit meiner Familie das Zuckerfest gefeiert. Am frühen Morgen, um 5 Uhr, sind wir losgegangen, um zum Bajram-Gebet zu gehen. Das Gebet begann um 6 Uhr und wir blieben bis etwa 7:00 oder 7:30 Uhr dort.
Danach sind wir nach Hause gegangen und haben zusammen mit unserer Familie weiter gefeiert. Es war eine schöne Zeit. Wir haben leckeres Essen gegessen, zum Beispiel Baklava. Ausserdem haben wir Geschenke und Geld bekommen, was uns sehr gefreut hat.
Am Nachmittag sind wir zu einer anderen Familie gegangen. Dort haben wir wieder zusammen gegessen, getrunken und weiter gefeiert. Es war ein sehr schöner und besonderer Tag mit viel Freude und Familie.
